Ländli - Wohnen

Vergrössern   In einem Mehrfamilienhaus, integriert in die Überbauung „Ländli“, leben und arbeiten in zwei möglichst selbständigen Wohngruppen je 6 Menschen mit Behinderungen. Die Wohnungen und Arbeitsräume sind nach unseren Bedürfnissen leicht angepasst worden.
Jede Wohngruppe lebt in einer hellen, grosszügigen Wohnung. Der Wohnbereich ist ein Ort, an dem sich die Bewohnerinnen und Bewohner zu Hause fühlen können. Je nach Wunsch verbringen sie ihre Zeit zusammen im Wohn-Esszimmer, oder sie können sich in ihre Zimmer zurückziehen. Die Zimmer sind persönlich eingerichtet und laden zum Verweilen ein.
Das Betreuungs- und Pflegeangebot wird nach den vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten ausgerichtet. Gezielte Therapien erhalten und fördern die Gesundheit und Beweglichkeit, und sie helfen behinderungsbedingte Grenzen zu erweitern.


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  Lets move

Bericht von Karin Tröster - Mitarbeiterin

Einige unserer Bewohner besuchen regelmässig externe Kurse: Z.B. geht Martina Surbeck am Mittwoch mit Johanna Baumann in einen Schwimmkurs vom Behindertensportclub Winterthur und am Donnerstag mit Helen Gugger von WG1 und Nicole Jenny vom Hausacker zusammen in einen Tanzkurs. Michael Hafen, Manuel Altenburger und Vreni Briner gehen zusammen alle zwei Wochen reiten, Monika Bischofberger und Margrit Meili besuchen seit bald zwei Jahren einen Kochkurs in der Hauswirtschaftsschule… So könnte ich noch einige Aktivitäten aufzählen, aber ich möchte mich eher damit befassen, was dies für Menschen mit Behinderung, die in einem Wohnheim leben, bedeutet.



Neben dem Tapetenwechsel bringt so ein Kurs auch viel Abwechslung: ausser vielen neuen Personen, welche man mit ihren Eigenheiten kennenlernt, tauchen plötzlich auch Gesichter auf, mit denen man vielleicht in der Heilpädagogischen Schule oder im Kindergarten war. Erinnerungen werden wach…



Zudem bewegt man sich aus dem gewohnten Umfeld heraus und umgibt sich mit anderen Menschen. Nebst der körperlichen Bewegung im Kurs kommt auch die Anpassung an andere Regeln, welche befolgt werden müssen, dazu.




Für einen Kursbesuch ist also geistige Beweglichkeit gefordert. Für nicht wenige Menschen mit einer geistigen Behinderung stellt dies alles eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. Schon Ferien oder ein Tagesausflug mit der WG kann für die einen „ein sich Auflösen aller Sicherheiten“ bedeuten. Trotzdem oder gerade deshalb ist es wichtig, ihnen solch ein „in Bewegung bleiben“ zu ermöglichen!